Tekki Shodan Lehrgang beim DJK-SV Pilsach mit Joachim Merkl und Christian Conrad

Auf Anfrage des DJK-SV Pilsach leiteten Joachim Merkl und Christian Conrad (VFL Nürnberg) an diesem Samstag einen Lehrgang beim DJK-SV Pilsach. Joachim und Conni zeigten anschaulich die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Kata Tekki Shodan. Da sich einige Prüflinge des DJK-SV Pilsach sowie deren Schwesterdojos Berngau und Hausheim in Kürze einer SOK Prüfung unterziehen, wurden die einzelnen Techniken der Kata aufgelöst und anhand verschiedener praktischer Anwendungen den Teilnehmern vorgeführt. Natürlich wurde jede Anwendung von den Teilnehmern in anschließenden Partnerübungen sofort überpüft.

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Bei den Beispielen zeigten Joachim und Conni auch was mit Kyusho möglich ist – dies fand bei den Lehrgangsteilnehmern sichtlich Anklang;  aber auch die Aufwärm-Drills ließen den einen oder anderen Teilnehmer an der eigenen Koordination zweifeln. Alle Teilnehmer wurden in der Pause vom DJK-SV Pilsach mit leckerem Kaffee und Kuchen  bewirtet.

Für alle, die es noch nicht wissen:
Joachim Merkl führt in den kommenden Monaten ähnliche Kata-Bunkai Lehrgänge zu allen Heian Katas durch: nähere Informationen gibt es hier.

Aktuelle Trainingsfotos

Trainingsfotos aus den aktuellen Unterstufen-, Mittelstufen- und Oberstufenkursen.

Erfolgsübersicht

Ab sofort gibt es eine Übersicht im PDF aller Erfolge unserer Karatekas beginnend mit dem Jahr 2007.
Die Übersicht kann hier heruntergeladen werden:
Übersicht 2007- 1998

Fürther Karateka durfte mit dem BKB Landeskader in der Türkei ins Trainingslager

An einem Montag in den Sommerferien ging es endlich los!

Der Bayerische Landeskader der Leistungsklasse (= Erwachsene) traf sich am Münchener Flughafen. Von dort aus flogen wir in das türkische Antalya und wurden mit einem Bus in das Gebiet um Alanya gefahren.

Am Dienstag durften wir in der Früh noch ausschlafen und nach einem stärkenden Frühstück trafen wir uns um unsere Hotelanlage genauer kennenzulernen.

Erst am Abend ging es richtig los: Pünktlich um 17.15 Uhr waren alle im Trainingsraum und los ging’s bei schweißtreibenden 33 Grad! Anschließend fuhren wir alle in ein türkisches Bad, wo wir uns alle bei Sauna, Dampfbad und verschiedenen Massagen voll entspannen konnten.

Für die restlichen Tage waren immer 2 Trainingseinheiten täglich angesetzt.

So klingelte auch am Mittwochmorgen um 6.45 Uhr der Wecker. Nach den morgendlichen Trainingseinheiten sprangen wir immer erst mal zur Abkühlung in den Hotelpool. Erst dann marschierten wir zum Frühstücken. Den Vor- und Nachmittag verbrachten wir am Strand und im Meer. Nach den Trainingseinheiten am Abend und einem leckeren Abendessen schauten wir uns immer die Shows des Animationsteams an.

An einem Abend wurden wir genötigt und „durften“ als Showprogramm einspringen. Doch die Zuschauer waren begeistert!

Am Samstag war trainingsfrei, hier hatten wir eine Bootsfahrt zu verschiedenen abgelegenen Buchten geplant. Im klaren und türkiesblauen Wasser konnten wir uns von den anstrengenden Trainingstagen erholen.

Für folgenden Sonntag waren die letzten 2 Trainingseinheiten geplant und nach dem regenerativen Strandtag stiegen wir hier wieder frisch und ausgeruht ins Training ein.

Vor der Trainingseinheit am Abend trafen wir uns um noch einige Fotos am Strand zu machen.

Bei dieser Gelegenheit wurde uns auch mitgeteilt, dass die Abendeinheit ausfällt und wir für unseren auf 0.35 Uhr vorgezogenen Flug packen sollten.

Als Highlight war für unseren letzen Abend auch noch ein Showkampf unserer erfolgreichsten Kämpferinnen gegen einen Animateur geplant: Ein wirkliches Erlebnis!

In gleicher Nacht wurden wir noch per Bus zum Flughafen nach Antalya gebracht, von wo aus wir wieder nach München zurückflogen.

Letztlich waren wir alle froh darüber wieder daheim zu sein, trotzdem plagt uns das Fernweh nach schönem Wetter und der tollen Atmosphäre des Trainingslagers in der Türkei.

Daniel Herzog

Lehrgang für Bunkai, Oyo und Kyusho Jitsu mit Joachim Merkl, Rainer Dohm und Christian Conrad in Nürnberg

Am 16. Mai 2010 trafen sich zahlreiche hohe Kyu- und Danträger beim Kenshokan Nürnberg um frische Inspirationen zu sammeln. Schon Wochen vorher war der anstehende Lehrgang von Joachim Merkl, Rainer Dohm und Christian Conrad überbucht. So hatte das Gespann insbesondere in Nordbayern bereits Eindruck hinterlassen. Hinsichtlich ihres Unterrichtskonzepts lag dies nicht zuletzt an der individuellen Betreuung der Teilnehmer, welche nur durch gleichzeitigen Einsatz aller drei Referenten möglich war. Dies erwies sich als höchst effektiv zur Vermittlung der nötigen Detailkenntnisse. Denn derart ausgefeilte Kampfkombinationen auf Massenlehrgängen funktionsfähig zu unterrichten ist unmöglich. Daher konzentriert sich das Lehrteam auch lieber auf eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern.
Zum Einstieg vitalisierten die Teilnehmer unter Dohms Anleitung ihre Körper mittels Selbstmassagetechniken, wie sie aus taoistischen Lehren bekannt sind. Daraufhin gab der Referent einen kleinen Ausblick auf die Lehrgangsinhalte. So seien Karate-Kata mit Zen-Rätseln zu vergleichen. Viele hätten wohl schon von der Frage nach dem Klang einer einzelnen Hand gehört. Diese Hand sei mit einem Kata-Übenden zu vergleichen. Die Technik als Analogie für den Klang ergibt sich eigentlich erst durch Hinzuziehen einer zweiten Hand bzw. Person. Jegliche Interpretation einer Bewegungsfolge kann niemals als ultimativ korrekt gelten, da sie stets vom spezifischen Bezugssystem von Angreifer, Verteidiger und Umfeld abhängt. Der Ausdruck der Individualität eines Kämpfers ist dabei oberstes Gebot zur Entwicklung seiner Fähigkeiten. Zu beachten ist zudem, dass die Ursprünge heute trainierter Formen bis in die Zeit vor Begründung des Karate zurückreichen. Insofern zeigen Kata auch nicht den Kampf zwischen Karateka. Ihr tiefgründiger Inhalt erschließt sich erst bei Berücksichtigung der Muster realer Kämpfe.

In anschließenden praktischen Teil veranschaulichte Merkl mit Unterstützung seines Partners Conrad mittels zahlreicher Beispiele aus den Shotokan-Formen Jion und Kanku-Dai, dass es möglich ist Kata vollständig mit nahtlosen Serien von Nahkampftechniken aufzulösen. Das vollständige Potenzial kämpferischer Analysen (jap. Bunkai) erschließt sich dem Übenden erst bei Berücksichtigung des Kyusho-Jitsu. Dieses erfordert nicht nur umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten der mechanischen Aktivierung der aus der Akupunktur einschlägig bekannten Vitalpunkte. Nur hierüber werden die Technikvariationen (jap. Henka Waza) letztlich klar. Auf höheren Ebenen dieser Kunst sind auch Ki-Aspekte der Kontrahenten relevant, was nichts Mystisches, sondern für quasi jede/n erfahrbar ist. Daneben wies Merkl in seiner Eigenschaft als Polizist wiederholt auf das juristisch durchaus nicht unproblematische Duett von Karate-Anwendungen (jap. Oyo) und der Selbstverteidigung (jap. Goshin) hin. Während bei ersteren prinzipiell der dem Karate-Do zentrale Gedanke schnellstmöglichen Tötens geübt wird, sei in der Selbstverteidigung insbesondere der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten. So könnten die dargebotenen Anwendungen nicht pauschal zur Notwehr eingesetzt werden, sondern sind vielmehr stets situationsgerecht anzupassen. Die Teilnehmer zeigten sich zugleich beeindruckt und begeistert von den kompromisslosen Ausführungen des Nahkampfexperten. Neben der fortlaufend familiären Atmosphäre trugen Conrad und Dohm immer wieder mit international bereits sehr gängigen Flow Drills auflockernd bei. Mittels dieser auch als Renzoku Waza Futari Geiko (dt. fortlaufende/sich wiederholende Techniken für zwei Personen) bekannten Übungsformen wurden ausgewählte Kata-Sequenzen konditionierend eingeschliffen.

Insgesamt ging der lehrreiche Tag mit dem fränkischen Referenten-Trio viel zu schnell vorbei, so dass zahlreiche Teilnehmer bereits nach weiteren Lehrgängen verlangten. Es lohnt sich also die Augen nach den neuen Terminen offen zu halten.
(Bericht: R.D., Fotos mit freundlicher Genehmigung von M. Müller)

Bayerische Karatemeisterschaften Jugend, Junioren, Leistungs- und Masterklasse

Am Wochenende vom 7. – 8. März 2010 fanden in der Frankenhalle des oberfränkischen Nailas die Bayerischen Meisterschaften der Jugend bis Masterklasse statt.

Unsere Kämpfer Daniel Herzog (Kumite Junioren+ 76 kg) und Sven Sedlacek (Kumite Leistungsklasse -84 kg) hatten sich mit ihren ersten Plätzen auf den Mittelfränkischen Bezirksmeisterschaften für die Teilnahme an den Bayerischen Meisterschaften qualifiziert.

Unser Team bei den Bayerischen Meisterschaften

Die beiden Nachwuchskämpfer Kevin Mahmood (Kumite -57 kg) und David Kölbl (Kumite -45 kg) hatten sich zwar ebenfalls für die Teilnahme an den Jugendwettbewerben qualifiziert, konnten aber leider verletzungsbedingt bzw. aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen.

Unsere teilnehmenden Kämpfer Daniel Herzog und Sven Sedlacek waren am Samstag erst mit der Junioren-Mannschaft am Start.
Da es den „Jung-Masterklässern“ (erstes Jahr in der Masterklasse) erlaubt ist noch in einer Juniorenmannschaften zu starten, durfte der breits siebzehnjährige Sven hier letztmalig bei den Junioren an den Start. Das Fürther Zweierteam von Sven und Daniel wurde durch den Germaringer Duran Atar zur Wettkampfmannschaft kompletiert.

In der ersten Begegnung gegen das KD Untermerzbach mußten schon gleich alle drei Kämpfe ausgetragen werden, da sich Alexander Schmitt (Untermerzbach, Mitglied des Nationalkaders) gegen Daniel mit 0:4 behaupten konnte. Da nach Daniel jedoch Sven und Duran ihre Kämpfe klar gewinnen konnten, kämpften sich die drei Fürther in die nächste Runde vor.
Die zweite Begegnung gegen den TSV Pliening-Landsham ging frühzeitig und eindeutig (Daniel 7:2, Sven 6:4) bereits nach 2 Kämpfen an Fürth. Duran mußte somit die Matte nicht zum Entscheidungskampf betreten.
In der dritten Begegnung mussten sich die Kämpfer aus Fürth knapp gegen den späteren Bayerischen Meister vom Karate-Dojo Straubing geschlagen geben.
Dennoch ließen die Jungs nichts anbrennen und meisterten die letzte Begegnungen gegen den TV Burglengenfeld 1875 mit 2:0 Einzelsiegen und ereichten somit einen erfolgreichen 3. Platz bei den Junioren-Mannschaften. Glückwunsch !
Der fast 17-jährige Daniel Herzog war erst Ende 2009 in die bayerische Landesauswahl aufgenommen worden und stand unter besonderem Beobachtungsdruck durch den Landestrainer. Zugleich hatte er altersbedingt die letzte Chance sich bei den Junioren in die vorderen Medailllenränge zu kämpfen. Trotz mehrwöchiger krankheitsbedingter Trainigspause konnte sich Daniel bei den Kumite-Junioren + 76 kg bis ins Finale vorkämpfen. Dort zeigte er gegen den Mittelfranken Leonhard Koch (Funakoshi Lauf) blitzschnelle Fausttechniken und sicherte sich mit einem Punktestand von 5:2 Punkten den ersten Platz und den Bayerischen Meistertitel! Glückwunsch!!

Am Sonntag durfte dann der 17-jährige Sven Sedlacek sein Debüt in der Leistungsklasse bei den Kumite-Männer unter 84kg geben. Sven war erst im Frühjahr 2010 zur Sichtung ins Landeskadertraining nach Oberhaching eingeladen worden. Auch er konnte hier mit Trainingseifer, Kampfeswillen und -verhalten überzeugen, so dass er trotz seines „jugendlichen“ Alters in die Reihen der erwachsenen Landeskaderkämpfer (Leistungsklasse) aufgenommen wurde.
So mußte auch Sven auf seinen ersten Bayerischen Meisterschaften der Masterklasse eine erste „Duftmarke“ in der Leistungsklasse setzen.
Zur Freude seines Vereinstrainers Armin Zeltner ließ er schon seinem ersten Kontrahenten aus Memmingen keine Chance und konterte ihn mit überragend schnellen Fausttechniken eiskalt ab. Im zweiten Kampf stand Sven dem weiteren, jedoch routinierteren Landeskaderathleten Nico Drexel (1. Kemptener Karate Dojo) gegenüber. Die Taktik des Trainers Armin, Nicos schnelle Fußtechniken zu unterbinden, ging fast auf. Leider konnte Nico dann doch noch kurz vor Ende der Kampfzeit und nach einer kleinen Unaufmerksamkeit von Sven mit dem Fuß einen Sanbon (3 Punktewertung) erzielen und somit den Kampf für sich entscheiden. Sven mußte in die Trostrunde………. Sven verlor hier im ersten Kampf nach einem packenden Kampf und erst in der Verlängerung denkbar knapp gegen den erfahrenen Murat Yiltiz aus Memmingen. Sven erreichte somit bei seinen ersten Bayerischen Meisterschaften der Leistungsklasse einen zufriedenstellenden Platz 5.
Leider qualifizieren sich nur die ersten 4 Bayern zur Deutschen Meisterschaft… Somit hätte Sven diese Ziel knapp verpaßt.
Da sich jedoch vor Sven Bundeskaderathleten plaziert hatten und diese zum DM eh qualifiziert sind, wurde ein“Nachrückerplatz“ frei. Die Verantwortlichen des Bayerischen Karate Bundes hatten Sven bei seinen Kämpfen beobachtet und „für GUT empfunden“, somit wurde ihm diese „Wildcard“ überlassen und auch er darf zu den Deutschen Meisterschaften fahren. Glückwunsch!
So wurde das Ziel, die Tickets für Sven Sedlacek, Daniel Herzog und die Fürther Mannschaft für die Deutschen Meisterschaften zu lösen, vollends erreicht.
Drei Starts = drei Qualifikationen!!!